Klein Texas - Von schwarzem Gold und grünen Weiden

Die spannende Geschichte der Erdölgewinnung und viel Natur erwarten Sie auf der 28 km langen Strecke rund um die Gemeinde Wietze.

Durch Wiesen, Weiden und Wälder radeln Sie auf den Spuren des sogenannten schwarzen Goldes zu historischen Stätten aus 150 Jahren Erdölgeschichte. Genießen Sie die fantastische Aussicht vom Wietzer Ölberg auf das Aller-Leine-Tal und entdecken Sie die Vielfalt der Natur an der Hornbosteler Hutweide.

Wietzes Geschichte ist eng mit der Erdölförderung verbunden. Ein Besuch im Deutschen Erdölmuseum bietet daher einen guten Ausgangspunkt für die Radtour rund um die Gemeinde.


Unweit des Museums beginnt der kulturhistorische Lehr- und Wanderpfad , der an die Blütezeit des „schwarzen Goldes“ erinnert und an der rekonstruierten Hunäus-Bohrung endet.

Nach der Brücke über die Wietze erreichen Sie den ehemaligen Ort Steinförde. Hier stand von 1912 bis 1923 ein Kalibergwerk. Vom Salzberg , einer ehemals imposanten Abraumhalde, ist heute durch Witterungseinflüsse nur noch ein kleiner Rest geblieben.


In Wieckenberg erwartet Sie die Stechinelli-Kapelle. Das von außen schlichte Gebäude überrascht durch seine prächtige barocke Innenausstattung. Erbauer und Namensgeber war ein herzoglicher Generalpostmeister, genannt Stechinelli (1640-94). Weiter geht es auf dem Radweg parallel zur alten Heerstraße mit dem denkmalgeschützten Kopfsteinpfl aster. Hier sehen Sie Islandpferde, die ganzjährig auf den Weiden gehalten werden.

Im anschließenden Waldgebiet betreiben die Stadtwerke Hannover Waldumbau im Zeichen der Trinkwasserversorgung: Zusätzlich zum vorhandenden Kiefernwald soll angepflanzter Laubwald die gute Trinkwasserqualität nachhaltig sichern.

Der Blick auf ein Storchennest empfängt Sie in Jeversen. Sie erreichen den Allerradweg, auf dem Sie bis zum Wietzer Ölberg radeln. Entstanden aus dem Abraum des Schachtes zur Ölsandförderung, bietet der 54 Meter hohe Berg einen fantastischen Blick über das Aller-Leine-Tal.

Mit einem rekonstruierten Bohrturm begrüßt Sie der nächste Rastplatz. Hier mündet die Wietze in die Aller.

Tafeln mit Gedichten begleiten Sie auf dem Lyrikpfad.

Vorbei an der Infotafel zum ehemaligen Ölhafen führt Sie der Aller-Radweg zur Bannetzer Schleuse nach Hornbostel. Im Jahr 1912 in Betrieb genommen, ermöglichte sie – als eine von vier Schleusen – einst den Erdöltransport auf der Aller.

Zukunftsweisend ist ein Forschungsprojekt zur Stromerzeugung, wofür hier ein riesiges Wasserrad konstruiert wird.

Direkt angrenzend beginnt das Naturschutzgebiet Hornbosteler Hutweide, wo Sie eine große Artenvielfalt mit Pflanzen und Tieren aus verschiedensten Ökosystemen vorfinden.

TOURENVERLAUF